Immer montags, am 8., 15., 22. und 29. Juni 2026 | online, jeweils von 13:00 bis 15:00 Uhr
Die Fortbildungsreihe #QueerEinstieg ist ein Qualifizierungsangebot der Landesfachstelle Hessen „Queere Jugendarbeit“.
Die Workshopreihe zeigt sich ab diesem Jahr in neuem Format: An vier Nachmittagen im Juni bietet die Fortbildung die Möglichkeit, sich Wissen zu den Lebensrealitäten lesbischer, schwuler, bisexueller, trans, nicht-binärer, queerer junger Menschen anzueignen sowie Grundlagen zur Jugendarbeit allgemein und Handlungssicherheit in queerer/queersensibler Jugendarbeit zu erlangen.
Die Fortbildungsreihe richtet sich an Ehrenamtliche, Fachkräfte, Multiplikator_innen und Interessierte aus der Jugendarbeit. Sie eignet sich für Neueinsteiger_innen oder Fortgeschrittene.
Ziel der Fortbildungsreihe ist es, durch die Vermittlung von Wissen und Handlungskompetenzen bei der Öffnung der Jugendarbeit im Hinblick auf queere Jugendliche zu unterstützen.
Das passiert in den vier Modulen:
Modul 1 am 8. Juni 2026: Einstieg in queere Begriffe und queere Jugend
Modul 2 am 15. Juni 2026: Einstieg in die Jugendarbeit
Modul 3 am 22. Juni 2026: Einstieg in die Queere Jugendarbeit
Modul 4 am 29. Juni 2026: „Pride-Special“: Queere Geschichte(n) – Repression, Bewegung und Erinnerung in Hessen
Die vier Module können entweder zusammen oder einzeln besucht werden. Die Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldungen sind über das Anmeldeformular bis eine Woche vor Veranstaltungsbeginn möglich, bestenfalls bis 1. Juni 2026.
Hinweise zum Online-Meeting
Die Workshops finden online statt. Zur Durchführung der Online-Meetings verwenden wir „Zoom“. Zoom kann via App oder Browser genutzt werden. Zur Teilnahme wird ein Computer mit Mikrofon, Kamera sowie Lautsprecher benötigt. Hinweise zur Datenverarbeitung finden sich unter www.hessischer-jugendring.de/datenschutz. Die Zugangsdaten werden im Vorfeld der Veranstaltungen rechtzeitig per E-Mail bereitgestellt.
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Modul 1: Einstieg in queere Begriffe und queere Jugend
8. Juni 2026, 13:00-15:00 Uhr
Viele queere Jugendliche sind häufig erhöhtem sozialem Druck und verschiedenen Formen von Diskriminierung ausgesetzt, weil sie nicht den Erwartungen ihrer Familien oder den verbreiteten Vorstellungen von Geschlecht entsprechen. „Queeres Aufwachsen“ kann also geprägt sein von Diskriminierung im nahen Umfeld, erhöhter psychischer Belastung und dem Fehlen von Erprobungsräumen, in denen jugendtypische Erfahrungen gemacht werden. Häufig fehlen queeren Jugendlichen gute soziale Beziehungen und Freundschaften zu gleichalten Jugendlichen. Zugleich werden Akronyme wie LSBTIQ immer bekannter und queere Themen werden auch öffentlich verhandelt. Was genau sollte man wissen oder tun, wenn man mit queeren jungen Menschen arbeitet?
Das Modul beschäftigt sich mit den Lebensrealitäten junger queerer Menschen, wichtigen Begriffen und strukturellen Zusammenhängen. Es eignet sich für alle Interessierten aus der Jugend(verbands)arbeit und ähnlichen Feldern, die ihre Grundlagen im Themenfeld sexueller und geschlechtlicher Vielfalt stärken und erweitern möchten.
Referentin: Laura Seyfang, Landesfachstelle Hessen „Queere Jugendarbeit“
Modul 2: Einstieg in die Jugendarbeit
15. Juni 2026, 13:00-15:00 Uhr
Das Entstehen queerer Jugendarbeit ist stark geprägt vom Engagement queerer Communities. Heute sind Angebote für junge LSBTIQ jedoch nicht mehr ausschließlich abhängig von engagierten Queers, sondern auch (rechtlich) verankert in der Kinder- und Jugendhilfe. So kann queere Jugendarbeit von den Ressourcen der Kinder- und Jugendhilfe profitieren und die Qualität der Angebote kann sich steigern. Um dieses Potenzial nutzen zu können, braucht es Grundwissen über das System Kinder- und Jugendhilfe, das in diesem Modul vermittelt werden soll. Dazu wird es einen Input zu pädagogischen und rechtlichen Grundlagen von Jugendarbeit als zentralem Bestandteil der Kinder- und Jugendhilfe geben sowie Zeit für Austausch zur Qualität von (queeren) Jugendangeboten.
Das Modul richtet sich an Interessierte (zum Beispiel aus queeren Communities), die mehr darüber erfahren möchten, was Jugendarbeit eigentlich bedeutet und wie queere Jugendarbeit von deren Ressourcen profitieren kann.
Referentin: Toyah Kaufmann, Landesfachstelle Hessen „Queere Jugendarbeit“
Modul 3: Einstieg in die Queere Jugendarbeit
22. Juni 2026, 13:00-15:00 Uhr
In diesem Modul werden die ersten beiden Module miteinander in Beziehung gesetzt: Queere Jugend ist oft geprägt von spezifischen Herausforderungen. Eine queersensible und qualitativ hochwertige Jugendarbeit kann hier Unterstützung bieten: Sie hat die Chance, queere Jugendliche in ihrem Aufwachsen zu begleiten und gegebenenfalls in ihren Coming-Outs zu unterstützen, wenn sie die spezifischen Bedarfe erkennt. Queere Jugendarbeit umfasst zielgruppenspezifische Angebote für queere Jugendliche sowie auch die Sensibilisierung der Angebote und ihrer Akteur_innen für queere Perspektiven, pädagogische Konzepte oder Verweisberatung in der Kinder- und Jugendarbeit allgemein.
Das Modul konkretisiert also die Frage: Wo fängt man an, wenn man queere Jugendarbeit umsetzen möchte? Es vermittelt Wissen und Handlungssicherheit über die Rahmenbedingungen und die Qualität queerer Jugendarbeit und gibt Teilnehmenden Ideen und Umsetzungsstrategien an die Hand.
Referentin: Laura Seyfang, Landesfachstelle Hessen „Queere Jugendarbeit“
Modul 4: „Pride-Special“: Queere Geschichte(n) – Repression, Bewegung und Erinnerung in Hessen
29. Juni 2026, 13:00-15:00 Uhr
Im Juni jähren sich die sogenannten Stonewall Riots, eine Serie von Unruhen und Demonstrationen ab dem 28. Juni 1969 gegen Polizei-Razzien in Bars und Lokalen queerer Communities in New York. Hauptschauplatz war die Bar „Stonewall Inn“ in der Christopher Street. Der Aufstand wurde bekannt und führte in den 1970er Jahren auch in Deutschland zu ersten „Christopher Street Days“. Doch was geschah eigentlich davor und danach? Welche historischen Ereignisse und Entwicklungen sind heute für queere Bewegungen wichtig? Warum sollte man sich mit queerer Zeitgeschichte beschäftigen, wenn man mit jungen queeren Menschen arbeitet? Und wie?
In diesem Modul wird zuerst ein Blick zurück geworfen auf queere Geschichte(n) von staatlicher Repression und Gegenbewegung. Der Fokus liegt auf Ereignissen und Personen aus Hessen bzw. Frankfurt. Dann wird der Blick auf die Gegenwart gerichtet und diskutiert, wie mit Denkmälern oder digitalen Medien (z. B. Frankfurt History App) gearbeitet werden kann.
Referent_in: Eli Barta, Historiker_in, Frankfurter Arbeitskreis queere Stadtgeschichte


